M. Anjelais - Killing Butterflies

Titel: Killing Butterflies
Autor: M. Anjelais
Verlag: Chicken House
Einband: Gebunden / Hardcover

ISBN: 978-3-551-52071-5
Seitenzahl: ca. 368
Preis: 16, 99 €

Sphinx und Cadence kennen sich seit frühester Kindheit und wachsen fast wie Geschwister auf. Sie – freundlich, aufgeschlossen, ganz normal. Er – charismatisch, attraktiv, extrem begabt. Sie öffnet Herzen. Er tötet Schmetterlinge. Sie ist arglos, er gefährlich. Und doch kommen beide nicht voneinander los.
Das überwältigende Debüt einer Zwanzigjährigen über erste Liebe, Manipulation und das Erwachsenwerden.
(Quelle: carlsen.de)


Von außen betrachtet wirkt das Buch relativ unscheinbar, lediglich der Titel "Killing Butterflies" lässt auf den möglichen Inhalt schließen.
Passend zu jenem vermutbaren Inhalt wurde auch das Cover gestaltet. Ein gemalter Schmetterling, der in allen möglichen Blautönen dargestellt wird auf einem einfachen weißen Hintergrund.
Seitlich der Schmetterlingsflügeln sind jeweils ein weibliches und ein männliches Gesicht im Profil zu sehen, die vermutlich die beinden Protagonisten darstellen sollen.
Auch auf der Rückseite des Buches sind die vielen Blautöne sichtbar, die ebenfalls wie das Cover, meiner Meinung nach, wie die Leinwand und die Farben im Inneren des Buches, zu sehen sind.
Sehr interessant sind auch die verschiedenen Schriftarten, die gewählt wurden, um den Titel hervorzuholen. Während der erste Teil, also das "Killing", nur in Großbuchstaben vorzufinden ist und noch dazu aussieht, als wäre es gestempelt, so scheint "Butterflies" fast schon handschriftlich verfasst worden zu sein. Neben dem schlichten Äußeren und der pinken Innenauskleidung ein weiterer Kontrast, der dennoch zueinander passt.

Genauso unterschiedlich und mindestens genauso passend zueinander sind auch die Protagonisten Cadence und Sphinx. Worin sie sich unterscheiden liegt von der ersten Begegnung auf der Hand.
Wieso das aber so ist, tritt im Laufe der Handlung immer mehr hervor und wird schlussendlich namentlich benannt.
Cadence ist einfach zu beschreiben: gut aussehend und eiskalt. Man könnte ihn sogar als gefühllos bezeichnen. Immerhin ist das nicht weit entfernt von der Wahrheit.
Sphinx ist im Gegensatz dazu voller Leben. Es gibt nur eines, das sie von ihrer Umwelt abtrennt: sie ist gezeichnet, gebranntmarkt oder wie auch immer man es bezeichnen mag. Von niemand anderem als Cadence. Nicht nur innerlich, auch äußerlich.

Kleinere Rollen spielen auch ihre Mütter, mit deren Geschichte das Buch sogar anfängt:
Sarah Quinn, die Mutter von Sphinx, und Leigh Latoire (folglich Cadence' Mutter), lernen sich kennen und schmieden gemeinsame Zukunftspläne. Dass sie später heiraten und eine Familie gründen wollten, welches Geschlecht diese haben und benannt werden sollten und planten sogar die gesamte Zukunft beider Kinder voraus.
Dass dieser Plan jedoch scheußlich schief gehen kann, ist sich keiner der beiden bewusst.

Natürlich haben die Beiden aber nicht nur Mütter. Auch Väter sind mit von der Partie, auch wenn Cadence' Vater erst ganz zum schluss wirklich auftaucht, aber dennoch keine wirkliche Rolle erhält. (Was jedoch aber überhaupt nicht schlimm ist.)
Sphinx' Vater hingegen ist schon Anfang an dabei und hat seine Rolle als fürsorglicher Vater erhalten und verkörpert diese wunderbar. Weiterhin ist er derjenige, der auf die vielen Kleinigkeiten im Umgang mit Cadence achtet und äußert seine Ängste ohne Zurückhaltung.

Was viele gar nicht wissen ist, dass die Autorin gerade einmal junge 18 Jahre alt war, als sie begann, dieses Buch zu schreiben.
Auch der Schreibstil und die tiefen Einblicke in die Psyche und deren verschiedenen Facetten, lassen nicht darauf zurückschließen.

Die Hanldung ansich ist sehr facettenreich und jede Tat ansich zieht Folgen nach sich, ob nun im positiven oder, wie hier, überwiegend im Negativen. Beabsichtigt oder auch nicht.

Normalerweise verliebt man sich entweder sofort in die Charaktere und deren Geschehen, hier jedoch ist es eine knappe Gradwanderung zwischen dem Mögen und dem Pakt mit dem Teufel.
Auf der einen Seite stehen sich die Protagonisten sehr nahe, wachsen miteinander auf, lernen voneinander, doch sie könnten nicht weiter von einander entfernt oder unterschiedlicher sein, um ihre Unterschiede noch mehr zu verdeutlichen.


Dises Buch steckt voller Unterschiede, Metaphern und zeigt tiefe Einblicke in die menschlichte Psyche, von denen jeder von uns etwas lernen kann.

Bewusst kann ich keinen einzigen Kritikpunkt nennen, so dass das Buch von mit die volle Punktzahl, also 5 von 5 Keksen, erhält. Es war unterhaltsam, spannend, traurig, .... - sprach also eine Palette von Gefühlen an und ist definitiv lesenswert!

Daher einen herzlichen Dank an den Chicken House Verlag, der mir das Buch zur Verfügung stellte!

4 Kommentare:

Heffa Fuzzel hat gesagt…

Yeah! Du liebst das Buch <3
Genauso hab ich es auch empfunden :D

LG, Heffa

Iseree hat gesagt…

Es hat zwar gedauert, bis ich es durch hatte, aber ja: ich liebe es! :D

Ich weiß, ich hab mir deine Rezi letztens auch durchgelesen. Und heute auch nochmal :D

Ise.

Ines Caranaubahx hat gesagt…

Hallöchen :)
Sorry für das Off Topic, aber ich wollte dich nur kurz darauf Aufmerksam machen das ich nächstes Wochenende eine Lesenacht veranstalte, und fragen wollte, ob du mitmachen willst. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn du dabei wärst :) ♥
Fantasy-Lesenacht die Achte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen

Liss hat gesagt…

Boah das klingt genau nach einem Buch für mich !
Toll geschrieben! :)
Liss ♥

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